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Die Autoren:
Marcel KeiserWiebke KruseFelix von SassenWerner StanglReinhard WissdorfEva-Maria Zimmermann

 

Alles steht still

Nachts liege ich wach, kann keine Ruhe finden. Komm auf keine Lösung, kann mich nicht rauswinden.
Aus dem Griff der Gewissheit, die mich zu zerbrechen droht.
Jeder Schritt Des akzeptieren ist ein kleiner Tod.

Alles steht still, keine Hoffnung zu sehen,
wann wird sich die Welt wieder für mich drehen?
Alles steht still, und ich kann es nicht fassen,
wann kommt das vergessen oder wenigstens das hassen?

Jeder hat ein guten Tipp, will mir Ratschläge geben, hat so was schon erlebt,
dass passiert in jedem Leben.
Ich hoffe ihr habt Recht, doch ich kann es nicht glauben, diese Machtlosigkeit
Scheint mir alles zu rauben.
Meinen Antrieb, die Freude, meinen Verstand.
Resignation hat sich tief eingebrannt.

Alles steht still, keine Hoffnung zu sehen,
wann wird sich die Welt wieder für mich drehen?
Alles steht still, und ich kann es nicht fassen,
wann kommt das vergessen oder wenigstens das hassen?

Sie scheint überall, bei allem was ich tue, steck in jeder Kleinigkeit,
komme nicht zur Ruhe. Täglich tausend Mal schein ich sie zu sehen.
Am Bahnsteig, auf der Strasse, oder vor mir gehen.
Sie ist es nur nie und jedes Mal die Frage, wieso tue ich mir dass an,
warum ich dieses Phantom jage.

Alles steht still, keine Hoffnung zu sehen,
wann wird sich die Welt wieder für mich drehen?
Alles steht still, und ich kann es nicht fassen,
wann kommt das vergessen oder wenigstens das hassen?

Muss ich sie nicht treffen, bin ich wieder gut drauf.
Also flüchte ich durch den Tag, mach den Spießrutenlauf.
Ich kann auch wieder lachen, kann das Leben nicht verneinen.
Doch wenn ich sie dann sehe, reißt’s mich wieder von den Beinen.

 

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