protokoll
ich höre sie schon wieder wieder kommen sie mit ihren großen trommeln die straße herab herab von den zinnen bis zum rinnsal hallt der schlag schlag auf schlag und fuß an fuß und tod an tod tod verkündet der grausame trommelschlag trommelschlag kommt immer näher und näher näher schleicht sich die angst angst angst und flucht paaren sich quälend quälend kommen die schläge der trommel wieder wieder lügen die schritte schritte haben kein erbarmen mit uns uns reißt jeder augenblick in tausend gedanken gedanken an nichts nichts als furcht und angst und kein erbarmen erbarmen mit uns uns hat die zeit verurteilt verurteilt zu nichts nichts kann die schläge der trommel zerschlagen zerschlagen sind unsre körper und tot die gedanken gedanken können noch trösten trösten kann uns nur mehr der tod tod ist uns allen erlösung und hoffnung hoffnung ist nichts für uns da drinnen drinnen und draußen sind zwei welten welten zerteilt vom schlagen der großen trommeln trommeln hämmern die tage in ewigkeiten ewigkeiten zählen wie leben leben dürfen wir nicht mehr und sterben ist eine gnade gnade können sie uns nicht schenken schenken ist nichts als vergessen vergessen haben wir alle die tage in ketten ketten sind die musik für unsere tauben ohren ohren können alles verschweigen verschweigen wird niemand niemand kann jemals vergessen vergessen dürfen wir nur unser sterben sterben können nicht alle alle sind keine menschen menschen wie die da draußen draußen leben keine menschen mehr mehr liebe ersehne ich ich höre sie schon wieder wieder . . .
(gedanken eines zum tode verurteilten)
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